Schulisch organisierte Grundbildung

Bei gewissen Berufen ist es möglich, das eidgenössische Fähigkeitszeugnis in einem schulischen Vollzeitangebot zu erwerben. Es kann sich dabei um ein Angebot einer privaten Bildungsinstitution oder um ein öffentliches Angebot wie die Handelsmittelschule (HMS) oder die Informatikmittelschule (IMS) handeln.

Die Besonderheiten der schulisch organisierten Grundbildung privater Bildungsanbieter sind:

  • Die Lernenden sind mehrheitlich in der Schule (Vollzeitschule) und sammeln die Erfahrungen im Betrieb in Form von Praktika (bis zu einem Jahr).
    Die Lernenden schliessen keinen Lehrvertrag im Sinne von Art. 344 ff. OR ab, sondern unterstehen einem Ausbildungsvertrag.
  • Schulisch organisierte Grundbildungen können auch zu einem eidgenössisch anerkannten Abschluss führen, was jedoch eine kantonale Bewilligung voraussetzt.
  • Die kantonale Bewilligung ist nicht verknüpft mit der Ausrichtung von Staatsbeiträgen.

Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt ist für die Erteilung der Bildungsbewilligung als Bildungsinstitution für die schulisch organisierte Grundbildung und der Bildungsbewilligung als Verantwortliche für die Praktika zuständig. Die Bewilligung wird erteilt, wenn die Ausbildungsgänge der privaten Bildungsinstitution der eidgenössischen und kantonalen Bildungsgesetzgebung entsprechen. 

Rechtliche Grundlagen: Art. 66 Berufsbildungsgesetz (BBG) vom 11. Dezember 2002 in Verbindung mit § 23 des Einführungsgesetzes zum BBG (EG BBG) vom 14. Januar 2008 und § 39 ff. der Verordnung zum EG BBG (VEG BBG) vom 8. Juli 2009.

Für Unterlagen zur Bildungsbewilligung und weitere Informationen konaktieren Sie uns über nebenstehende Adresse.