Lehrvertrag

Lehrvertrag auflösen

Lehrvertragsauflösung

Der Lehrvertrag beinhaltet ein befristetes Arbeitsverhältnis. Zu einer vorzeitigen Auflösung sind die Vertragsparteien ausnahmsweise in folgenden Fällen berechtigt, in jedem Fall muss der zuständige Berufsinspektor, die zuständige Berufsinspektorin umgehend kontaktiert werden:

Während der Probezeit

Sowohl die Arbeitgeber als auch die Lernenden können während der Probezeit den Lehrvertrag jederzeit kündigen, unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 7 Tagen. Die Lehrvertragsauflösung muss jedoch zwingend schriftlich erfolgen.

Während der Lehrzeit

Beide Parteien können während der ganzen Dauer der beruflichen Grundbildung den Vertrag jederzeit im gegenseitigen Einvernehmen auflösen. Die Lehrvertragsauflösung muss zwingend schriftlich erfolgen.

Sowohl Arbeitgebende als auch Lernende haben das Recht, den Lehrvertrag vorzeitig und einseitig aufzulösen, wenn – streng zu beurteilende – wichtige Gründe vorliegen.

Die kündigende Partei muss die fristlose Vertragsauflösung schriftlich begründen, wenn die andere Partei dies verlangt.

Lehrstellenwechsel / Lehrfortsetzung / Übernahme von Lernenden

Ein Wechsel der Lehrstelle kann sich aber aufdrängen, wenn die betrieblichen Voraussetzungen eine Ausbildung nicht mehr zulassen, eine falsche Berufswahl getroffen wurde, Berufsbilnderin/Berufsbildner und Lernende/Lernender nicht zueinander passen oder das Lehrverhältnis durch andere Vorkommnisse zu stark belastet ist. Ein Wechsel muss immer dem Mittelschul- und Berufsbildungsamtes, Abteilung Betriebliche Bildung gemeldet werden.

Der Lehrvertrag mit dem alten Betrieb muss zuerst aufgelöst sein, bevor ein neuer Vertrag genehmigt werden kann.
Abzuklären ist auch eine allfällige neue Schulortzuteilung. Schulort mit dem/der zu-ständigen Berufsinspektorin/Berufsinspektor besprechen.

Der neue Lehrbetrieb schliesst einen neuen Lehrvertrag für die Lehrfortsetzung (Übernahme des alten Lernenden) ab und reicht diese dem Mittelschul- und Berufsbidungsamt zur Genehmigung ein.